Wieland goes creative!


Kreativ und Wissbegierig in Zeiten Von Corona

Die Corona-Pandemie hatte und hat unseren Alltag und unsere Freizeit stark eingeschränkt. Doch Kultur darf auch in schwierigen Zeiten nicht fehlen! Drum bringen wir seit über einem Jahr kreative Aufgaben, Poesie und Wissen zu Euch nach Hause. Klickt Euch gerne durch die Ergebnisse: Präsentiert werden poetische Texte, Video-Lesungen, Podcasts und Auszüge aus unserer Love Letters-Ausstellung in der Unterführung. Im Herbst starten wir das Projekt "Wer sind WIR?" zusammen mit der Universität Konstanz! 


Da ist es!

Jetzt ist es da, das Graffiti von Daniel Schuster (Daschu)!

Wir freuen uns und arbeiten nun gemeinsam mit der Agentur 2einhalb, der Universität Konstanz und in Kooperation mit der AdK Ulm an den Videos zum Kosmopolitismus. Demnächst hier zu sehen!
Bild: Von links: Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Dr. Kerstin Bönsch (Wieland-Stiftung), Streetartkünstler Daniel Schuster, Dr. Sarah Seidel (Uni Konstanz) und Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer. 

Hintergrund

Wieland und der Kosmopolitismus

Auf der Treppe steht ein Zitat aus dem Essay Das Geheimnis des Kosmopolitenordens mit folgendem Wortlaut: „Die Kosmopoliten (Weltbürger) betrachten alle Völker des Erdbodens als ebenso viele Zweige einer einzigen Familie, und das Universum als einen Staat, worin sie mit unzähligen andern vernünftigen Wesen Bürger sind, um (..) die Vollkommenheit des Ganzen zu befördern, indem jedes nach seiner besonderen Art und Weise für seinen Wohlstand geschäftig ist.“

Bereits vor Erscheinen dieses Aufsatzes widmet sich Wieland in seinen literarischen Werken wie etwa der Geschichte der Abderiten dem Ideal eines Weltbürgertums. Wieland war ein bedeutender Vertreter des Kosmopolitismus. Laut Historischem Wörterbuch der Philosophie wurde die Entwicklung des Kosmopolitismus durch die Schriften von Christoph Martin Wieland maßgeblich befördert. Wieland ist nach seiner Zeit in Biberach für ein paar Jahre Philosophieprofessor in Erfurt. Doch er ist eher ein Verfechter der praktischen Philosophie als dass er auf das Lehren der philosophischen Ideengeschichte setzt. Philosophie sollte nach Wieland aufs Leben angewandt werden. In diesem Sinne wird das Graffiti auch von einem Projekt von der Wieland-Stiftung mit der Universität Konstanz begleitet.

 

Kooperation mit Universität Konstanz

Die Anbringung des Graffitis wird flankiert von einem Studierendenprojekt der Universität Konstanz unter der Leitung von Dr. Sarah Seidel und in Kooperation mit der Christoph Martin Wieland-Stiftung Biberach. Die Studierenden aus dem Hauptseminar „Kosmopolitismus“ im Fachbereich Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften erarbeiten in Kürze zusammen mit der Biberacher Agentur 2einhalb Videos, die sich mit dem Konzept des Weltbürgertums befassen. Unter anderem ist auch die neue Treppe Kulisse für die Videos. Die Videos werden innerhalb der nächsten Wochen erstellt und bei einem späteren Termin in Biberach präsentiert. Ebenfalls sollen diese Videos über einen QR-Code am Graffiti zugänglich gemacht werden und über die sozialen Medien verteilt werden. An dem Projekt wirken auch Studierende der Akademie für darstellende Kunst Ulm (AdK) mit, die die Texte der Literaturstudierenden professionell einsprechen. Die Initiatorinnen des Projekts wünschen sich einen gesellschaftlichen Mehrwert: „Das Graffiti und das gesamte Projekt sollen zum Nachdenken über die Idee des Weltbürgertums anregen und Raum für aktuelle Anknüpfungspunkte geben“, so Dr. Sarah Seidel und Dr. Kerstin Bönsch.

                                                                                                                                                                                     

Initiatoren und Sponsoren

 

Das Projekt ist von der Christoph Martin Wieland-Stiftung initiiert und wird von der Universität Konstanz begleitet. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Akademie für darstellende Kunst Ulm (AdK). Für Konzept und Umsetzung des Graffitis ist Streetartkünstler Daniel Schuster zu danken. Das gesamte Projekt wird gefördert von der Bruno-Frey-Stiftung, der Deutschen Schillergesellschaft e. V., der Stiftung BC – gemeinsam für eine bessere Zukunft der Kreissparkasse Biberach und Mitteln von Transfer-Lehre der Universität Konstanz.


Philosophische Vorlesungsreihe im Podcast-Format der Hochschule Biberach und der Wieland-Stiftung:

 

Kosmopolitisches Denken

 

Kosmopolitismus ist eine Idee von globaler Tragweite und der Vision, dass alle Menschen Bürger*innen einer Welt, sogar eines Kosmos‘ sind. Das Konzept des Kosmopolitismus geht auf die Antike zurück und hat besonders durch und in der Zeit von Christoph Martin Wieland (1733-1813), der ein bedeutender Vertreter des Kosmopolitismus war, eine Renaissance erfahren. 

 

In der neuen Podcastreihe spricht Prof. Dr. Harald Schwaetzer, Gastprofessor für Philosophie an der Hochschule Biberach, gemeinsam mit Anette Schober-Knitz, Pressesprecherin der Hochschule, in vier Podcasts über verschiedene aktuelle Aspekte im Hinblick auf den Kosmopolitismus. Denn gerade in Zeiten, wie wir sie gegenwärtig erleben, „vermag die Philosophie wesentliche Hilfestellungen und Anregungen geben, um Orientierung zu gewinnen.“

 

Dr. Kerstin Bönsch, Geschäftsführerin der Wieland-Stiftung in Biberach, bringt entsprechend im fünften und letzten Podcast die von Harald Schwaetzer entwickelten Gedanken mit denen Christoph Martin Wielands zusammen. Um einen angemessenen und maßvollen Umgang mit den Herausforderungen des Anthropozäns zu gewinnen, ist ein Kosmopolitismus, der geistige, menschliche und geschichtliche Entwicklungen und Wandlungen zu denken und in die Gestaltungsprozesse einzubeziehen vermag, unerlässlich.  

 

Zu den Podcasts geht es hier

 


Podcasts

Knips dir deine Poesie

Love letters